Freitag, 20. Februar 2026, 20 Uhr, Kristof Magnusson liest aus: „Eine Reise ans Ende der Geschichte“

Der große Traum vom Abenteuer: Ein Spionageroman von Kristof Magnusson

Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.

Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.

„Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.“ Isabel Bogdan

„Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!“ Caroline Wahl

„Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.“ Saša Stanišić

Kristof Magnusson ist in Hamburg geboren, er schreibt Romane, Theaterstücke, übersetzt aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in einfacher Sprache. Sein Theaterstück „Männerhort“ wurde mit Elyas M’Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Kristof Magnusson ist SPIEGEL-Bestsellerautor, zuletzt erschien sein gefeierter Roman »Ein Mann der Kunst«. Kristof Magnusson lebt in Berlin.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Dienstag, 3. März 2026, 19 Uhr, Feridun Zaimoglu liest Siegfried Lenz

Am 17. März 2026 würde Siegfried Lenz 100 Jahre alt. Sein Geburtstagsmonat steht in Schleswig-Holstein ganz im Zeichen der Erinnerung an den beliebten Schriftsteller und sein Werk, das immer noch aktuell ist und viel gelesen wird.

Unter dem Motto #Lenz100 veranstaltet das Literaturhaus Schleswig-Holstein mit Partnern im ganzen Land die Reihe „Schleswig-Holstein liest Siegfried Lenz“.

Feridun Zaimoglu stellt die beiden Werke „Es waren Habichte in der Luft“ und „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz vor, liest daraus, interpretiert sie und spricht über seine Faszination für Lenz sowie die ungebrochene Aktualität dessen Werkes.

Ort: Ditmarsia, Süderstraße 16, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Kunstverein Heide e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein und mit Unterstützung des Peter Panter Buchladens

Freitag, 6. März 2026, 20 Uhr, Florian Knöppler liest aus: „Mit dem ersten Licht“

Arne hat eine liebevolle Familie, gute Freunde und allen Grund, mit seinem Leben zufrieden zu sein. Und doch ist er in einer tiefen Einsamkeit gefangen. Erst als er die faszinierende Laura kennenlernt, gelingt es ihm, sich aus seinem Schneckenhaus zu befreien. Zum ersten Mal in seinem Leben spürt er echte Nähe. Doch er ahnt nicht, womit Laura zu kämpfen hat. So ist es fast zu spät, als Arne erkennt, dass nicht nur er auf Laura angewiesen ist, sondern auch sie seine Unterstützung braucht.

Florian Knöppler sagt zu seinem Roman: „Die Figuren arrangieren sich nicht damit, wenn sie Unglück erfahren, sie kämpfen und versuchen einander zu helfen. Ich möchte daran glauben, dass man vieles überwinden kann, dass ein gutes und oft glückliches Leben möglich ist, trotz der Dinge, die uns immer wieder zugemutet werden.“

Florian Knöppler erzählt einfühlsam vom Wunsch, Einsamkeit und Traurigkeit hinter sich zu lassen.

Florian Knöppler studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bologna. Nach der anschließenden Ausbildung zum Redakteur arbeitete er für verschiedene Radio- und Fernsehsender und schrieb Zeitungsreportagen. Mittlerweile lebt er auf einem Hof in Schleswig-Holstein. Bislang sind die Romane „Kronsnest“, „Habichtland“ und „Südfall“ erschienen.

 

Dithmarscher Landesmuseum, Domstraße 3, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,00, ermäßigt € 8,00, im Vorverkauf € 12,00, ermäßigt € 7,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr, Die Stimme der Verantwortung. Siegfried Lenz und die Politik. Szenische Lesung von und mit Reiner Schleberger und Tom Wild

Siegfried Lenz´ großen literarischen Erfolgen »Deutschstunde« und »Heimatmuseum« ging ein umfangreiches und vielseitiges Schaffenswerk für das Radio voraus.

Im Jahr 2024 erschienen endlich die größtenteils in den 1950er-Jahren entstandenen »Rundfunkstücke« in Buchform: drei Bände mit 150 Essays, Rezensionen, Features, Reiseberichten und Hörspielen. 2000 Seiten Text gingen aus der fünfjährigen Recherche des Medienhistorikers Hans-Ulrich Wagner hervor, die eine ganz neue Seite des Autors ans Licht bringt.

Auch Lenz-Kenner können ihn hier noch mal neu entdecken. Die Beiträge, die er vor allem für den NDR verfasste, sind präzise beobachtet, satirisch zugespitzt und überraschend zeitkritisch. Vielerorts findet man in den Rundfunkmanuskripten bereits Spuren seiner späteren Werke. Hier zeigt sich Lenz als junger Literat, der sich begeistert mit gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen auseinandersetzt.

Zu seinem 100. Geburtstag, den Siegfried Lenz am 17. März 2026 gefeiert hätte, lesen Tom Wild und Reiner Schleberger eine abwechslungsreiche Auswahl aus den »Rundfunkstücken«.

Reiner Schleberger und Tom Wild sind Schauspieler aus dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester.

Dithmarscher Landesmuseum, Domstraße 3, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,00, ermäßigt € 8,00, im Vorverkauf € 12,00, ermäßigt € 7,00

Veranstalter: Peter Panter Buchladen in Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein, dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater und mit Unterstützung des Kunstvereins Heide e.V.

Copyright Fotos: Siegfried-Lenz-Stiftung, Thomas Wild und Henrik Matzen

Donnerstag, 9. April 2026, 19 Uhr, Ulrike Dotzer liest aus: „Agnes im Meer“

Der Roman „Agnes im Meer“ erzählt von einem untergegangenen Koog in Dithmarschen – und von einer unbestechlichen Frau. Die Handlung fußt auf realen Ereignissen und erinnert an die Menschen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Insel Trischen bewirtschafteten.


Im Mittelpunkt steht die zupackende Agnes, für die die kleine Insel zu einem Zuhause wird, das sie liebt: 1923 kommt sie nach Trischen – dort ist sie Wirtschafterin, Schankwirtin und Pflanzerin. Täglich setzt sie Strandhafer, um die Dünen gegen Wind und Wasser zu sichern. Jeden Sommer macht sie das, bis die Menschen 1943 den Kampf gegen die Nordsee verlieren und Agnes als letzte die Insel verlässt. In den 20 Jahren ihres Aufenthalts reift sie vom Dienstmädchen, das Anweisungen befolgt, zu einer Frau, die sich aller Armut zum Trotz auf ihren eigenen inneren Kompass verlässt.


Inspiriert ist die literarische Figur von einer Frau aus Marne, die tatsächlich existiert hat und von der Ulrike Dotzer aus einem Manuskript des Vogelwarts Peter Todt erfuhr, der viele Sommer für den NaBu auf Trischen verbrachte und in den Wintern alles über die Wanderinsel recherchierte.
Atmosphärisch dicht erzählt der Roman von der Mühsal des Deichbaus, von Landwirtschaft, die dem Untergang geweiht ist; er erzählt auch von Agnes´ Liebe zum Vogelwart, von ehrgeizigen Pächtern, ausufernden Sommerfesten und dem Aufstieg der Nationalsozialisten in Dithmarschen.
1942 gerät Agnes in den größten Konflikt ihres Lebens, als eine junge Zwangsarbeiterin sie um Hilfe bittet. Sie berät sich mit ihren Schwestern in Marne, und die drei treffen eine Entscheidung, die ihr Leben verändern wird. „Wieviel Spielraum hat ein Mensch in der Diktatur? Diese Frage hat mich angetrieben“, sagt Ulrike Dotzer. Mit gesellschaftlichen Themen hat sich die Autorin viel beschäftigt, als Redakteurin im NDR und für ARTE war sie für etliche Dokumentationen verantwortlich.


Der Historiker Prof. Dr. Uwe Danker, Initiator der Neulandhalle, lobte den Roman bereits:
„In der Doppelbiografie der Hauswirtschafterin Agnes und der Wanderinsel Trischen verdichten sich jeweils Kräfte von Politik und Natur. Historisch sehr glaubwürdig entworfene Personen tragen diese Erzählung. […] Durch sorgfältige Recherche wurzeln sie in Schleswig-Holsteins Regionalgeschichte […] Ulrike Dotzer liefert packende Belletristik und lebendige Geschichte mit Themen, die an Aktualität wenig eingebüßt haben.“

Ulrike Dotzer, leitete im NDR die ARTE-Abteilung und verantwortete Dokumentationen, Reportagen und Fernsehfilme; besonders förderte sie Produktionen mit historischen Themen. Einige wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Goldener Boden“ erschien 2022. „Agnes im Meer“ ist ihr zweiter Roman.

 

Historischer Lernort Neulandhalle, Franzosensand 2, 25718 Friedrichskoog

Veranstalter: Historischer Lernort Neulandhalle

Copyright Foto: Juerg Frey

Freitag, 17. April 2026, 20 Uhr, Manfred Schlüter liest aus: „Tanze nachts auf wilden Wellen“

Manfred Schlüter legt mit „Tanze nachts auf wilden Wellen“ einen neuen Gedichtband vor – diesmal ohne eigene Illustrationen, dafür aber kongenial vom Verlag mit einem magisch dunkel nachtblauen Umschlag ausgestattet, der in seinem helleren Feld wie in Kupfer gestochene Wellen andeutet, was im Innenteil zu den Überschriften der drei Teile und einem „Abgesang“ noch variiert wird.

Unter „Die toten Geister sind nicht tot“ versammeln sich pointiert skizzierte Erinnerungen an Menschen und ihre Eigenheiten, die sie im nordisch knappen Singsang sofort geradezu plastisch vor Augen und Ohren führen.

Bei „Bin Fisch jetzt unter Fischen“ wird in die Ich-Perspektive gewechselt, mal in die des Autors mal in die eines Tieres, das wie z.B. die Möwen auch im überzeugenden Sprachrhythmus Widerspruch wagt.

„In deinem Feuer möchte ich brennen“ heißt es zum fulminanten Ende hin, das die Schöpfungen von Flora und Fauna in vielen Nuancen feiert, von schwarzhumorig lakonisch, wenn nach idyllischer Reihung von Geräuschen als letztes die Säge kreischt, bis scheinbar unverbesserlich optimistisch, wenn allen ausgestorbenen Tierarten verkündet wird, dass die Zeiger der Weltenuhr zurückgedreht werden und so alles samt ihren ausgestorbenen Existenzen von vorn beginnen kann.

Veröffentlichte Schlüter bislang hauptsächlich für Kinder und Jugendliche oder auch All-Age-Titel, wendet er sich diesmal ausschließlich an Erwachsene. Denn als Ganzes handelt es sich bei diesem Gedichtband um ein Potpourri an Rückblicken, das nicht zuletzt auch älter und altgewordene Leser und Leserinnen ansprechen wird.

Mittlerweile über 70 Jahre alt hat er längst einen eigenen erkennbaren Ton gefunden, der auch ohne zusätzliche Illustrationen einen unangestrengt weise formulierten Metaphernreichtum ausbreitet und somit reich an Sprachbildern ist, die sich schnell im Gedächtnis der Leserschaft verhaken.

Alles zusammen Dichtkunst, die preiswürdig ist… Chapeau! (Ulrich Karger, Rezension für das Online-Rezensionenarchiv Büchernachlese, [Büchernachlese-Bestenliste 2025]).

 

Ort: Traumausstatter, Süderstraße 9, 25704 Meldorf

Eintritt: € 13,– / ermäßigt € 8,– , im Vorverkauf € 12,– bzw. € 7,–

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104 im Peter Panter Buchladen

Veranstalter: Peter Panter Buchladen

 

Freitag, 1. Mai 2026, 19.30 Uhr, Max Goldt liest aus: „Aber?“ und anderen Werken

Lange haben seine Fans auf ein neues Buch von ihm gewartet. Nun ist es endlich da: „Aber?“

Max Goldt, Schriftsteller und Musiker, geboren 1958 in Göttingen, bildete zusammen mit Gerd Pasemann das Musikduo „Foyer des Arts“. Gemeinsam mit Stephan Katz hat er mehrere Comicbände herausgebracht. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 der Kleist-Preis und der Hugo-Ball-Preis und 2016 der Göttinger Elch. In der Begründung der Jury zum Kleist-Preis hieß es, Goldt habe den deutschen Alltag „bis zur Kenntlichkeit entstellt“. Daniel Kehlmann würdigte Max Goldt: „Seine Werke sind klug und klar, unaufdringlich moralisch – und vor allem das Witzigste, was die deutsche Literatur zu bieten hat.“

„Max Goldt ist der Inbegriff von Menschlichkeit.“ Durs Grünbein
„Der hat aber eine richtig schöne Schrift. Diese Unterschrift ist ja ein richtiges kleines Kunstwerk.“
„Muss ja sein. Seine Texte sind ja auch richtige kleine Kunstwerke!“
„Aber wie der den Stift hält! So krumm!“
„Aber eine schöne Schreibmappe hat er! Sogar aus echtem Leder.“
„Der Stift ist auch sehr schön! Der Mann ist eben ein richtiger Profi!“
„Meine Mutter hatte auch mal so einen schönen Stift wie der, aber sie ist nach Thailand gefahren und hat den Stift dann nie wiedergefunden. Wahrscheinlich geklaut! Das Hotelpersonal wird ja so schlecht bezahlt!“

Ort: Kultur- und Bürgerhaus – Stadt Marne, Schillerstr. 11, 25709 Marne

Eintritt: € 20,–

Vorverkauf ab sofort: https://www.kbh-marne.de/

Veranstalter: Kultur- und Bürgerhaus – Stadt Marne

Samstag, 2. Mai 2026, 10.30 Uhr, Lesevormittag

Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt.
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Ort: Pantiquariat im Peter Panter Buchladen

Samstag, 20. Dezember 2025, 15 Uhr, Lesenachmittag


Für wen? Grundschulkinder im Alter von 6-11
Von wem? Wir sind vier Schülerinnen der 12. Klasse der Meldorfer Gelehrtenschule
Wieviel kostet es? Natürlich nichts! Dieses Projekt wird im Rahmen eines Lernens durch Engagement durchgeführt
Wie lange geht es? Circa 1 Stunde

Anmeldung unter:

Dienstag, 14. Oktober 2025, 17 Uhr, Alexander Kühnl liest aus: „Tavias Reise. Unterwegs in den Zeitlostraum“ von Sabine Rachl

Tavias Reise ist ein Familienbuch, das sich kindgerecht und einfühlsam, aber dennoch ehrlich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzt. Begleitet durch die Lieder der beiliegenden Song CD gelingt es dem Buch, Fragen zum Sterben zu formulieren, die sich jeder Mensch – ob jung oder alt – stellt und dem Leser dabei zu helfen, eigene, tröstliche Antworten auf diese Fragen zu finden. Denn: „Sterben ist genauso ein großes Geheimnis wie das Leben“.

Wenn man noch nicht erlebt hat, wie jemand stirbt, den man sehr mag, dann ist das Sterben sehr geheimnisvoll und kann Angst machen. Wer aber schon einmal erlebt hat, wie ein nahestehender Mensch gestorben ist, wird in dieser Geschichte einiges wiedererkennen. Wenn man die Angst schon einmal durchlebt hat und die Traurigkeit schon einmal gespürt hat und die Tränen schon einmal geweint hat, dann weiß man, dass es einen Weg gibt durch dieses Geheimnis hindurch – auch wenn es oft ein schwerer Weg ist. Dann hat man zwar immer noch Angst, aber man ist auch schon ein kleines bisschen weise, obwohl man noch ein Kind ist.
Die Titelheldin Tavia hilft uns dabei, mit Kindern über das Sterben ins Gespräch zu kommen. Tavias Geschichte schenkt und Worte, Bilder und eine große Portion Mut. Wir dürfen ratlos sein, wenn es um Krankheit, Tod und Sterben geht. Wir dürfen auch weiterhin nicht alles wissen. Tavia hilft uns zu begreifen, dass offene Fragen mindestens so wertvoll sind wie kluge Antworten.

Alexander Kühnl ist Buchhändler in Meldorf.

Sabine Rachl war zunächst Lehrerin und gründete 2007 eine eigene Schule, die Internationale Friedensschule zu Köln.

2012 verließ sie die Schule und rief die Siento-Stiftung, ein Informationswerk für Hoffnungs-, Sterbe- und Trauerunterstützung, ins Leben. Durch ihre Arbeit als Trauerbegleiterin, aber auch durch ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Tod von Schülern, Lehrerkollegen und später auch ihrem Mann kam ihr die Idee, Tavias Geschichte zusammen mit passenden Songs aufzuschreiben.

Sabine Rachl arbeitet als Musiktherapeutin im Kinderhospiz in Wuppertal, als Lehrbeauftragte an der UdK Berlin sowie als Bildungsreferentin für den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.

Ort: Hospiz Dithmarschen, Heseler Weg 3a, 25704 Meldorf

Veranstalter: Freundeskreis Hospiz Dithmarschen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Peter Panter Buchladen